Pressemitteilung Nr. 3/2026 München, 24. Juni 2026
Erstes G9-Abitur in Bayern: LEV sieht Schulreform erfolgreich bestätigt
Mit dem erfolgreichen Abschluss der diesjährigen Abiturprüfungen hat der erste Jahrgang des reformierten neunjährigen Gymnasiums (G9) in Bayern sein Abitur abgelegt. Nach den nun vorliegenden Ergebnissen zieht die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) eine positive Bilanz: Die Rückkehr zum G9 hat sich aus Sicht der Eltern bewährt.
Die Abiturientinnen und Abiturienten erreichten eine Durchschnittsnote von 2,13. Nach Angaben des Kultusministeriums ist das Gesamtergebnis besser als der Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Allen Absolventinnen und Absolventen spricht die LEV ihre herzlichen Glückwünsche aus.
Faire Prüfungen und überzeugende Ergebnisse
Die stärkere Einbindung von Aufgaben aus dem gemeinsamen Aufgabenpool der Bundesländer ist aus Sicht der LEV ein weiterer Schritt hin zu einer besseren Vergleichbarkeit des Abiturs, ohne die hohen Qualitätsstandards des bayerischen Gymnasiums aufzugeben. Viele Eltern berichteten der LEV zudem, dass die Prüfungen als fair, angemessen und gut zu bewältigen wahrgenommen wurden.
Verlängerte Lernzeit zahlt sich aus
Für die LEV bestätigen die Ergebnisse die Ziele der G9-Reform. Sven Clement, Vorsitzender der LEV, erklärt: „Das insgesamt gute Abschneiden dürfte sowohl der verlängerten Lernzeit als auch der stärkeren Fokussierung in der Qualifikationsphase zu verdanken sein. Gerade die Möglichkeit, ein den Interessen und Stärken der Schülerinnen und Schüler entsprechendes Leistungsfach zu wählen, trägt maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung bei.“
Mit dem G9 wurde das Ziel verfolgt, Begabungen und Interessen stärker individuell zu fördern und gleichzeitig den hohen allgemeinbildenden Anspruch des bayerischen Gymnasiums zu erhalten. Kernfächer wie Deutsch und Mathematik bleiben für alle Schülerinnen und Schüler auf erhöhtem Anforderungsniveau verbindlich, während die Wahl eines Leistungsfachs eine gezielte fachliche Profilbildung ermöglicht.
Auch das wissenschaftspropädeutische Seminar (W-Seminar) hat sich aus Sicht der LEV bewährt. Seine praxisnahen und fächerübergreifenden Inhalte leisten einen wichtigen Beitrag zur Studien- und Berufsorientierung.
Dank an Lehrkräfte und alle Beteiligten
Die LEV bedankt sich ausdrücklich bei den Lehrkräften an Bayerns Gymnasien, die die Einführung des G9 mit großem Engagement begleitet und ihre Schülerinnen und Schüler auf die neuen Anforderungen vorbereitet haben. Der Dank gilt ebenso den Schulleitungen, den Eltern sowie allen weiteren Beteiligten, die die Umsetzung der Reform über viele Jahre konstruktiv unterstützt haben. „Die engagierte Arbeit der Lehrkräfte hat wesentlich dazu beigetragen, dass der erste G9-Abiturjahrgang erfolgreich zum Abschluss geführt werden konnte“, betont Sven Clement.
Die LEV wünscht allen Abiturientinnen und Abiturienten für ihren weiteren Weg in Studium, Ausbildung und Beruf viel Erfolg und alles Gute.
Über die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e. V.
Die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e. V. (LEV) vertritt seit 1950 die Interessen der Eltern von Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in Bayern. Sie setzt sich für eine leistungsstarke, chancengerechte und zukunftsfähige gymnasiale Bildung ein und bringt die Perspektive der Eltern in bildungspolitische Debatten und Reformprozesse ein.
Pressekontakt
Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e. V.
Sven Clement, Vorsitzender
Tel.: 0163 / 2536368
E-Mail: sven.clement@lev-gym-bayern.de