Bayerisches Kultusministerium zum Schüler-Feedback in der Lehrerausbildung

Eine Benotung von Lehrern durch Schüler findet an Bayerns Schulen nicht statt, da es sich dabei um eine Rückmeldung handelt, mit dem Ziel der Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität; die Ergebnisse des Feedbacks gehören daher ausschließlich der Lehrkraft, die das Feedback eingeholt hat.

Originaltext der Pressemitteilung PM 231/2016 vom 22.6.2016 des Kultusministeriums:

Kultusministerium zur aktuellen Berichterstattung zum Schüler-Feedback in der Lehrerausbildung

PRESSEMITTEILUNG 231/2016 22. Juni 2016

Schülerfeedback ist ein Instrument zur Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität - eine Benotung von Lehrkräften findet nicht statt

MÜNCHEN. Das Kultusministerium nimmt zur aktuellen Berichterstattung zum Schüler-Feedback in der Lehrerausbildung wie folgt Stellung: Eine Benotung von Lehrern durch Schüler findet an Bayerns Schulen nicht statt. Ein Schüler-Feedback ist eine geplante und systematische, in der Regel schriftliche Rückmeldung zu bestimmten Kategorien wie etwa Verständlichkeit und Strukturierung des Unterrichts. Ein Schüler-Feedback hat mit einer Beurteilung oder gar Benotung der Lehrkräfte durch die Schüler nichts zu tun. Es handelt sich um eine Rückmeldung mit dem Ziel der Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität. Die Ergebnisse des Feedbacks gehören daher ausschließlich der Lehrkraft, die das Feedback eingeholt hat.

Ein Schüler-Feedback ist ein bewährtes Instrument zur Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität. Viele Lehrkräfte und Schulen in Bayern verwenden Schüler-Feedbacks daher bereits seit langem mit Erfolg. An den Berufsschulen etwa sind sie fester Bestandteil des Qualitätsmanagements an beruflichen Schulen (QmBS). Auch in der Lehrerausbildung aller Schularten sind Einsatz und Auswertung eines Schüler-Feedbacks fest verankert.

Schüler-Feedbacks in der Lehrerausbildung werden in den kommenden zwei Jahren einer systematischen Betrachtung unterzogen. Hierzu werden die Referendare an rund zehn Prozent der Seminarschulen, das sind insgesamt rund 55 Schulen, im Rahmen ihrer Ausbildung zwei Mal ein verbindliches Schüler-Feedback einholen und auswerten. Ziel des Vorhabens ist eine Weiterentwicklung der Lehrerausbildung und die Stärkung einer Feedback-Kultur an den Schulen. Die angehenden Lehrkräfte sollen ein Schüler-Feedback zur Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts einsetzen können. Die Referendare entscheiden, ob sie die Ergebnisse des Feedbacks und ihre Erfahrungen mit einer Seminarlehrkraft, der Betreuungslehrkraft der Einsatzschule oder einer anderen Lehrkraft ihrer Wahl besprechen. Die Ergebnisse des Feedbacks verbleiben ausschließlich bei den Referendaren selbst und finden keinen Eingang in deren Beurteilung. Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) begleitet das Vorhaben im Dialog mit Vertretern der Lehrkräfte und Schüler. Hierzu entwickelt das ISB beispielsweise entsprechende Materialien, die zur Erstellung altersgerechter Schüler-Feedback-Bögen verwendet werden können. Es wird kein einheitlicher Fragebogen erstellt. Die Referendare sind in der inhaltlichen Gestaltung der Feedback-Bögen frei.

Henning Gießen, Stellv. Pressesprecher, 089 2186-2024

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